Hormone
& Frauen

Hormone steuern den weiblichen Körper weit über die Wechseljahre hinaus und beeinflussen maßgeblich Stimmung, Schlaf und Wohlbefinden von der Pubertät bis ins hohe Alter.

Veränderungen im Hormonhaushalt können bereits zu Beschwerden wie Zyklusstörungen, PMS oder unerklärlicher Müdigkeit führen. Eine ganzheitliche Betrachtung und individuelle Therapiepläne bringen den Körper wieder in Balance.

Hormonersatz Therapie in der Menopause

Vorerst ist es wichtig, die Menopause von der Perimenopause zu unterscheiden. Die Menopause beginnt nach der letzten Regelblutung und kann erst rückwirkend 1 Jahr nach diesem Zeitpunkt gestellt werden. Die Perimenopause bezeichnet die Jahre vor der letzten Blutung und ist charakterisiert durch unregelmäßige Blutungen. In dieser Zeit können aber auch schon andere Beschwerden wie Hitzewallungen, Schlafstörungen und verstärktes prämenstruelles Syndrom (PMS) auftreten.

Das Ziel einer Hormonersatztherapie (HRT) in der Perimenopause und Menopause ist es, typische menopausale Beschwerden wie Hitzewallungen zu lindern. Die Diagnose wird im Gespräch gestellt, da Blutwerte in der Perimenopause nicht aussagekräftig sind. Speicheltests können nach Beginn einer Hormonersatztherapie hilfreich sein.

Hormonersatztherapie kann bis 10 Jahre nach der letzten Blutung begonnen werden beziehungsweise vor dem 65. Lebensjahr. Außerhalb dieser Zeitrahmen muss man sehr genau Nutzen und Risiko abwägen.

Hormonersatztherapie kann entweder oral oder als Creme über die Haut (transdermal) verabreicht werden. Beide Möglichkeiten haben ihren Stellenwert und werden individuell mit der Patientin besprochen. Bioidente Hormone können auch über die Krankenkasse verschrieben werden.

Ablauf in der Ordination

Im Erstgespräch wird eine ausführliche Anamnese erhoben, das individuelle Risiko besprochen und ein Therapieplan erstellt. Kontrollen erfolgen nach 3 Monaten und werden bei guter Einstellung jährlich geplant.
Für die Erstkonsultation bekommen Sie von uns einen ausführlichen Fragebogen zugeschickt, den Sie bitte ausgefüllt zum Termin mitbringen.

Für die Betreuung rund um die Menopause ist mir eine fundierte Ausbildung besonders wichtig. Die beste Möglichkeit, die sich mir geboten hat war über die Britische Menopause Gesellschaft, dass ich mit Prüfungen und einem Zertifikat abgeschlossen habe. Zudem bin auch Mitglied der deutschen Menopause Gesellschaft.

Hormoncremes

Jede Creme, die Hormone enthält, braucht Zeit, um vollständig über die Haut aufgenommen zu werden. Bis das geschehen ist, können die Hormone übertragen werden. Daher sind einige Grundregeln zu beachten, die für Frauen und Männer gelten.

Die Creme wird auf Hautstellen, die eher dünn sind, gut einmassiert. Dazu zählen die Arminnenseite, Oberschenkelinnenseite, Hals und Dekolletee, eventuell auch der Unterbauch.

Es ist wichtig, gleich im Anschluss seine Hände gründlich mit Seife zu waschen. Wenn Sie einen Seifenspender verwenden, betätigen Sie ihn mit dem Handrücken oder Ellenbogen, also mit einer Stelle, die keinen Kontakt mit der Hormoncreme hatte. Dasselbe gilt für die Betätigung des Wasserhahnes. Kann eine Kontamination nicht ausgeschlossen werden, reinigen Sie unverzüglich den Seifenspender oder die Armaturen.

Die Hautstellen auf denen die Creme aufgetragen wurde, können noch 10 – 20 Minuten Hormone an die Umgebung abgeben. 10 Minuten werden für Gel Formulierungen einberechnet, 20 Minuten für Cremen. In dieser Zeit ist es wichtig, dass die Regionen bedeckt sind. Sobald diese Zeit verstrichen ist, können Sie sich auch duschen, ohne dabei mit einem Wirkungsverlust rechnen zu müssen.